Mia und Nextherapy
6. September 2025
Seit der Zusage im Dezember 2024 freute sich Mia riesig auf diese Chance. Obwohl ein Teil ihrer Sommerferien betroffen war, war es für sie eine grosse Freude, an der Therapie teilnehmen zu dürfen.
Unsere Tochter hat Epilepsie und kann ihre Muskeln nicht gezielt ansteuern. Seit sie 2.5 Jahre alt ist, übt sie in Physio-, Ergo- und Logopädie an dieser Ansteuerung. Studien zeigen, dass eine gezielte Verbesserung der Bewegungskoordination die Entwicklung des Gehirns positiv beeinflusst und dadurch auch Fehl-Ausbrüche in den Hirnströmen (Epilepsieanfälle) reduzieren kann.
Bei Nextherapy in Zürich durfte sie während zwei Wochen täglich fünf Stunden Physio- oder Ergotherapie besuchen und dabei intensiv an der Ansteuerung, der Kraftdosierung und der Koordination aller Muskelgruppen arbeiten.
Von Anfang bis Ende blieb die Motivation hoch – Mia arbeitete begeistert mit. Die Übungen waren spielerisch aufgebaut und wurden täglich mit sogenannten Neurogames ergänzt. Dabei handelt es sich um Trainings auf Geräten, die Bewegung und Spiel kombinieren. So musste Mia beispielsweise auf einem Laufband Pizzazutaten einsammeln, während sie im Slalom von rechts nach links lief – also beobachten, reagieren und gezielt handeln.
Für uns sichtbare positive Veränderungen:
Mia kann nun deutlich länger ruhig an einem Ort stehen bleiben. Gewinn: sich auf eine Tätigkeit im Stehen zu konzentrieren – z. B. Zähne putzen, ohne sich am Lavaborand abzustützen.
Auch beim Duschen steht sie nun sicher, ohne sich an der Duschstange festhalten zu müssen, und beim Überqueren der Strasse kann sie ruhig und konzentriert am Zebrastreifen warten.
Sie geht ruhiger Treppen hoch und hinunter und kann beim Gehen auf dem Trottoir besser anderen Personen ausweichen. Ihre Reaktionszeit zwischen Beobachten, Kommando und Bewegungsausführung hat sich deutlich verkürzt.
Mia hatte früher eine starke Innendrehung des linken Fusses. Durch gezieltes Training konnte der innere Oberschenkelmuskel abgeschwächt und der äussere Muskel gestärkt werden. Wir staunen immer wieder, dass sie nun oft mit beiden Füssen in einer korrekten Achsenausrichtung steht.
Auch feinmotorisch hat sie grosse Fortschritte gemacht: Sie kann nun sogar Petflaschen selbst öffnen – ihre Koordination von Druck, Kraft und Drehung hat sich enorm verbessert.
Dass in nur zwei Wochen so viele Fortschritte erzielt wurden, ist grossartig. Wir als Eltern sind überglücklich und tief berührt über das, was Mia erreicht hat.
Von ganzem Herzen nochmals ein riesiges DANKE für das Ermöglichen dieser Intensivtherapie – und für die dadurch gewonnenen Fortschritte, Erfahrungen und Lebensqualität.